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DER HISTORISCHE ROECKL HANDSCHUH-KNIGGE

In der Welt kann man sich mit allem befassen, wenn man nur die dazu nötigen Handschuhe anzieht. – Heinrich Heine

Bereits im 14. Jahrhundert war der Handschuh ein unverzichtbares Accessoire für die Dame und den Herren, Statussymbol sowie Schutz im Alltag. So hat sich auch eine Etikette rund um den Handschuh entwickelt: es gab traditionelle Benimm-Regeln für das Tragen oder Nichttragen von Handschuhen.

  • DIE DAME...
    behält den Handschuh an, wenn:

    ● sie einen Herren auf der Straße oder in der Hotelhalle begrüßt
    ● es so kalt ist, dass es auch gegenüber Freundin oder Vorgesetzten nicht unhöflich wirkt
    ● sie bei festlichen Anlässen Schmuck über dem Handschuh trägt
    ● die Begrüßung bei großen Festveranstaltungen im Abendkleid vorüber ist
    ● sie in Kleid und Hut im Restaurant zu ihrem Tisch geht
    ● sie reitet, Ski läuft, Golf spielt oder Auto fährt

    zieht die Handschuhe aus, wenn:

    ● sie zu privaten Besuchen kommt – auch wenn sie den Hut nicht absetzt
    ● sie isst, trinkt oder raucht (Ausnahme: das Sektglas und die Zigarettenspitze dürfen mit Handschuh gehalten werden)
    ● eine andere Dame zur Begrüßung den Handschuh auszieht
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  • DER HERR...
    behält die Handschuhe an, wenn:

    ● höfliches Ausziehen des Handschuhs auf der Straße besondere Schwierigkeiten verursachen würde
    ● er reitet, Ski läuft, Golf spielt oder Auto fährt

    zieht die Handschuhe aus, wenn:

    ● er sich in geschlossenen Räumen bewegt
    ● der rechte Handschuh wird bei jeder Begrüßung, auch im Freien, abgestreift (außer beim kameradschaftlichen, zwanglosen Händedruck, beim Sport usw.)

DER RICHTIGE HANDSCHUH – WANN & WOZU

In den 30er Jahren gab es für jede Uhrzeit und jedes Outfit den passenden, idealen Handschuh.

So trug die Dame zum eleganten Mantel, dem Straßenkostüm und dem Tageskleid schlanke Handschuhe, glatt oder mit sehr dezenten Verzierungen, leger aber elegant. Zum Nachmittags- und Abendkleid durften dann individuelle Verzierungen nicht fehlen. 

Der Herr trug zum Stadt- und Büroanzug feste Handschuhe, die nicht zu auffallend dekoriert sind. Zum Sport- und Freizeitanzug durften sportliche Handschuhe auch markant dekoriert mit Handnähten und Schlitzen sein. Zum Frack wurden weiße Glacé- oder Stoff-Handschuhe aus feinem Material getragen.

WAS TRAGEN SIE – WANN – WOZU – WOMIT?

Auszug aus dem Handschuh-Knigge der 30er Jahre

 

13.00 UHR

16.00 UHR

17.00 UHR

18.00 UHR

20.00 UHR

AB 21.00 UHR

Treffpunkt Mittagessen: Ensemble Flanellkleid und karierter 7/8 langer Paletot

Zum Rendezvous in einer Konditorei: ruhiges Kostüm mit langer, modischer Jacke, darunter eine Bluse aus Organza mit gerafftem Kragen

Zur Modenschau oder einer Teestunde ein Ensemble: figurbetonendes Kleid, eine gerade Jacke mit Netzkragen und Manschetten

Treffpunkt in der Bar, ruhiges ärmelloses Cocktailkleid mit Dekolleté und schwingendem Rock

Schmales, langes und dezentes Dinerkleider oder ein Theater- und Konzertkleid, diesmal nicht schwarz

Das große, kostbare Abendkleid

Handschuhe: graues Wildleder

Handschuhe: marine Wildleder

Handschuhe: Glacé, Nerzfarbe

Handschuhe: sandfarben oder weiß, halblang

Handschuhe: rosé Glacéleder, lang und türkis oder kurz

Handschuhe: weiß mit Goldstickerei und evtl. Perlen

 

DAS TRADITIONELL SCHÖNSTE GESCHENK

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DAMALS WIE HEUTE...

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